Arnold Weissman
Januar 2009
Es ist schon eine interessante Welt, in der wir zurzeit leben. Da hat der schwäbische Unternehmer Adolf Merckle mit Aktienspekulationen in Milliardenhöhe große Teile seines Vermögens und seines Unternehmens aufs Spiel gesetzt und hat am Ende alles verloren. Die Börsen präsentieren täglich neue Hiobsbotschaften und die größte Bank der Welt, die City Group, präsentiert in ihrem Quartalsbericht einen Tagesverlust von $ 90 Mio. Seit Heraklit wissen wir, dass im Leben das einzig beständige der Wandel ist. Seit zweieinhalb tausend Jahren (eigentlich seit Beginn der Evolution) müssen wir uns mit Veränderungen auseinander setzen, und das ist gut. Doch die Dimension und die Geschwindigkeit, mit der spätestens seit dem 15. September 2008, dem Tag der „Lehman–Pleite“, Veränderungen auf uns, unsere Unternehmen und unser Lebensumfeld einher prasseln, ist schon einzigartig.
Prinzipien, an die wir alle geglaubt haben, und die für uns „Credo“, also Glaubensbekenntnis waren, scheinen nicht mehr zu gelten. Die meisten von uns sind aufgewachsen in der Welt der Sozialen Marktwirtschaft von Müller-Armack und Ludwig Erhard...
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